Halbzeit: Wie man seine Jahresziele jetzt sinnvoll reflektiert und erfolgreich umsetzt

Deine Ziele sicher mit einer Halbjahresreflexion erreichen

 

2017 ist zur Hälfte um. Bist du da angekommen, wo du sein wolltest? Mittlerweile kennst du meinen Ansatz:

In drei einfachen Schritten zum Ziel

  1. Ziele setzen
  2. Auf dem Weg immer mal innehalten und reflektieren (wichtig: den Weg gegebenenfalls anpassen!
  3. Ziele erreichen

Darauf baut Ein gutes Ziel auf. Das gleiche Vorgehen empfehle ich dir aber dennoch auch für deine langfristigen Jahres- und Lebensziele. Wer nie innehält, um mal zu reflektieren, läuft Gefahr seine Ziele zu verfehlen oder im schlimmsten Fall ganz aus den Augen zu verlieren. Und da nun die erste Jahreshälfte vergangen ist, bietet sich eine Halbjahresreflexion super an. Wo stehst du gerade? Welche Ziele hast du schon erreicht? Welche vielleicht aus den Augen verloren? Um dich bei dieser Reflexion zu unterstützen, gebe ich dir hier mein persönliches Vorgehen für eine gute Halbjahresreflexion an die Hand: 

DER BLICK ZURÜCK

1. Mache eine Liste von allem, worauf du in den letzten sechs Monaten stolz warst.

Denke über deine Erfahrungen der letzten sechs Monate nach. Dieser Schritt beinhaltet nicht nur messbare Ergebnisse und Dinge, die du erreicht hast, sondern umfasst auch, wie du dich dabei gefühlt hast. Und die Sachen, auf die du stolz bist, können vielseitig sein. Vielleicht hast du es geschafft dich gesünder zu ernähren, auf der Arbeit ein großes Projekt abgeschlossen oder regelmäßig Zeit für dein Patenkind gefunden.

2. Mache eine Liste von allen neuen Zielen und Herausforderungen, die du in den letzten sechs Monaten angenommen hast

Viele von uns machen sich ja jedes Jahr wieder Neujahrsvorsätze. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt diese noch einmal genauer zu reflektieren. Vielleicht haben sich ja deine Prioritäten verschoben? Überprüfe, ob deine Vorsätze noch im Einklang mit dem sind, was dir HEUTE wirklich wichtig ist. Wenn dir ein bestimmtes Ziel nichts mehr bedeutet, passe es an oder streich es rigoros von deiner Liste.

Schau dir neben deinen spezifischen Zielen aber auch dein persönliches Leben an: Fühlst du dich getrieben von deinen Zielen oder gehst du achtsam mit deiner Zeit um und schaffst einen guten Ausgleich in allen für dich wichtigen Lebensbereichen? Indem du dich diese Dinge jetzt fragst, vermeidest du, dich selbst zu überfordern und stellst sicher, dass du am Jahresende nicht denkst, du hättest mehr aus diesem Jahr machen können.

3. Halte fest, wie du bei diesen Zielen jeweils vorangekommen bist

Alles auf Track und genau wie geplant? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das fast nie der Fall ist: Life just get’s in the way. Das muss nicht immer schlecht sein. Wenn du aber merkst, dass du den Fokus verloren hast, überleg dir, wie du den Weg zu deinem Ziel wiederaufnehmen kannst und dann auch sicher dabei bleibst. Meine zehn wichtigsten Taktiken dazu, habe ich hier zusammengefasst.

4. Was machst du im Leben, dass dich nicht bei deinen Zielen unterstützt?

Guckst du jeden Abend zwei Actionfilme und findest einfach keine Zeit für’s Gym? Oder bist du drei Stunden täglich am Liken und Kommentieren auf Instagram und findest keine Zeit für das spannende Buch? Klar, ein bisschen Müßiggang tut gut und wir müssen auch nicht immer produktiv sein. Zu viel davon macht uns für gewöhnlich aber auch nicht glücklich.

Wenn es dir hilft, zeichne doch einfach mal ein Tortendiagramm, wie und womit du deine Zeit verbringst. Das kann wirklich erhellend sein. Und: Manchmal muss man lernen „nein“ zu sagen, damit man „ja“ (zu den eigenen Prioritäten) sagen kann. Gab es Momente in den letzten sechs Monaten, in denen du Arbeit oder Dinge angenommen hast, die dich von deinen bedeutenden Zielen abgehalten haben?

DER BLICK NACH VORNE

5. Mache zwei Lebensbereiche aus, auf die du dich in den nächsten sechs Monaten fokussieren willst

Bei mir gibt es insgesamt fünf wichtige Lebensbereiche: (1.) Persönliche Entwicklung, (2.) Karriere und Finanzen, (3.) Familie und Freunde, (4.) Spaß und (5.) Gesundheit, wobei ich mich dieses Jahr auf die ersten beiden davon fokussiere, um unabhängig von meiner Tätigkeit als Lehrer zu werden. Nur so kann ich mehr Zeit für meine wirklich wichtigen Projekte finden. Schau einfach selbst, was für dich gerade Sinn macht und worauf du dich im verbleibenden Jahr fokussieren möchtest. Sobald du zwei Bereiche ausgemacht hast, schreib dir drei Dinge auf, die dich in diesen Bereichen konkret weiterbringen würden. 


Wichtig: Das ist kein Plädoyer dafür die anderen Lebensbereiche komplett zu vernachlässigen. Dennoch wird dir ein bewusst gesetzter Fokus helfen, das Meiste aus dem verbleibenden Jahr zu machen. Mein Kredo: Zwei Lebensbereiche richtig, statt alle nur ein bisschen.

6. Hast du Vorbilder, von denen du gerne lernen möchtest?

Von Menschen, die schon dort sind, wo du hinmöchtest, kannst du eine Menge lernen. Und entsprechend habe ich für meine wichtigen Lebensbereiche geschaut, wer auf den jeweiligen Gebieten schon erfolgreich ist und mit wessen Ansatz ich etwas anfangen kann.

Um von diesen Menschen und von ihrer Erfahrung zu lernen, hast du eine Menge Möglichkeiten: Du kannst ihre Bücher lesen, ihre Seminare besuchen, an Onlinekursen teilnehmen oder versuchen sie als Mentor*innen zu gewinnen.

Schon ein inspirierendes Buch oder ein Vortrag können deine Weltsicht und damit das verbleibende Halbjahr nachhaltig verändern. Mich inspiriert zum Beispiel Prince Ea mit seinen Texten und Videos regelmäßig:

 

„Jeder stirbt, aber nicht jeder lebt” – Word!



7. Was kannst du tun, um gute Gewohnheiten auszubilden?

Gute Gewohnheiten sind bei mir gerade ein großes Thema und ich lese ein Buch nach dem anderen darüber, um den Code dahinter zu knacken. Und ja, auch das Lesen selbst ist eine Gewohnheit und ich freue mich, dass ich es mir zu einer gemacht habe, jeden Tag mindestens 30 Minuten konzentriert zu lesen. So lerne ich garantiert jeden Tag etwas Neues hinzu. Heute habe ich meinen eignen Rekord geknackt und 40 Tage in Folge ohne Unterbrechung geschafft. Das sind mindestens 20 Stunden (oder eine halbe Arbeitswoche), die ich nur durch eine gute Gewohnheit in mich und meine Entwicklung investieren konnte.

Um deine eigenen guten Gewohnheiten auszubilden, mach dir einen Plan, was du an- oder abtrainieren möchtest. Reserviere dir dann jeden Tag einen festen Zeitpunkt in deinem Kalender nur dafür.

HEUTE

Wir alle haben Dinge, die wir „bald” machen möchten. Bald schreibe ich ein Buch. Bald besteige ich diesen einen Berg. Warum nicht heute? Überleg dir jetzt drei Dinge, die du schon lange machen wolltest, und schreib eine Sache auf, die du diese Woche machen kannst, um endlich anzufangen. UND DANN FANG AN.

Viel Erfolg für die zweite Jahreshälfte!

Dein Ernst

 

// Dieser Beitrag ist auch auf Edition F erschienen. Wir sind froh, dass wir dort wie hier Menschen bei ihren guten Zielen unterstützen durften. 


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